Mein Tag an der Säbener Straße – Ein Interview mit Karl-Heinz Rummenigge

Freitag, 23. März 2018. Ich bin in München im Motel One. Ich habe sehr gut gefrühstückt und so langsam kommt mir in den Kopf, dass es gleich tatsäch­lich soweit ist. Ich habe um 15.00 Uhr einen Termin an der Sä­bener Str. in München. Ich darf mit Karl-Heinz Rumme­nigge sprechen, viel mehr noch. Ich darf ihn interviewen. Ich muss an dieser Stelle ge­stehen, ich bin leicht nervös geworden. Nichts desto trotz, war die Vorfreude größer als die Nervosität. Ich gehe nochmal auf mein Zimmer –  kon­trolliere das Aufnahme­gerät, den Fragen­katalog und schreibt der Kugelschreiber auch wirklich?! Ich muss für alle Eventuali­täten gerüstet sein. Gott sei Dank. Alles ist zu 100% einsatzbe­reit.

 

Ich werfe einen Blick auf die Uhr. Mmmhhh, 9.30 Uhr. Bis 15.00 Uhr dauert es noch etwas. Also ab in die Innenstadt. Etwas die Beine vertreten und Münchner Luft einat­men. So kommst du in Schwung und nimmst die rich­tigen Vibes auf, dachte ich mir. Gesagt, getan. Tagesticket für die U-Bahn gekauft und ab. Die Innenstadt ist schon voller Leben. Da meine Mutter gebürtig aus München kommt, ist mir die City natürlich nicht fremd. Fast alles schon 100-mal ge­sehen, den­noch freue ich mich im­mer wieder wenn ich auf dem Marienplatz stehe, oder über den Viktu­ali­enmarkt schlen­dere. Natürlich darf die obli­gatorische Le­berkäs-Semmel nicht fehlen. So schlendere ich von hier nach da und wieder zu­rück. Unter­halte mich mit dem einen oder an­deren Passanten. Auch wenn mein bayrisch zu wün­schen üb­rig lässt, wird meine An­stren­gung honoriert, dass rede ich mir zu­mindest ein. Ein Blick auf die Uhr und ich stelle erschrocken fest, OMG (oh my god) 13.30 Uhr. Wo ist sie hin? Die Zeit. Schnell zurück ins Hotel. Ich muss mich noch umziehen für den großen Show­down. Das T-Shirt ist gebügelt, das Sakko sitzt und die Sneaker sind geputzt. Das Wetter spielt auch mit. Weiß blauer Himmel. Da oben meint es einer gut mit mir. Auf geht’s zu Fuß vom Hotel zur Säbener Str.!

 

14.30 Uhr angekommen an der Säbener Str.! Das imposante Gebäude des FC Bayern München baut sich vor mir auf. Jetzt ist sie endgültig da. Die Nervosität. Eigentlich kenne ich das über­haupt nicht von mir. Nervös werde ich grund­sätzlich nicht so schnell. Aber sie war da. Nun gut. Das musst du jetzt über­spielen. Also Pokerface aufgesetzt und rein ins ServiceCenter des FC Bayern München. Ich wurde sehr freundlich empfangen. Eine liebens­würdige Dame, dessen Na­men mir leider entfallen ist, be­grüßte mich di­rekt mit den Wor­ten, „Sie müssen Herr Kleine sein?! Haben Sie gut her­ge­funden?“ Der gute alte Smalltalk. Etwas später fand ich mich im Fahrstuhl wie­der. Ich wurde von der Emp­fangsdame zur Vor­stands­etage ge­bracht. Dort wurde ich von Frau Grill empfangen. Frau Grill ist die As­sistenz des Vor­stands. Ein herzlicher Empfang und ein Bild von meinem Sohn später weg war sie, die Nervosität. Frau Grill verabschiedete sich nach ungefähr 10 Mi­nuten von mir mit den Worten, „Herr Rumme­nigge kommt dann gleich! “Welcome back. Meine neue und leicht ver­hasste Freun­din, die Nervosität war zurück. Ich ließ meinen Blick aus dem Fenster über die Sä­bener Str. schwelgen. Beo­bachtete die vor­beilaufen­den Touris­ten und anwesende Fans des FC Bayern München, die trotz Län­der­spielpause, sehr zahlreich vor dem Vereinsge­lände um­herliefen. Ich nutzte die Zeit für einen letzten Air-Check des Aufnahme­geräts. Dann war es endlich soweit. Es klopfte an der Tür und er stand vor mir: Karl-Heinz Rumme­nigge, der wohl berühm­teste Sohn der Stadt Lippstadt und der Vorstandsvorsit­zende der FC Bayern München AG. Ein warmer feste Hände­druck und eine freundschaftliche Begrüßung unter Lippstäd­ter. Sie war weg. Die Nervosität war einfach weg. Wir nah­men Platz und ich gab Karl-Heinz Rummenigge eine Einwei­sung in das Interview. Das müsst ihr euch mal vorstellen. Ich, im Vergleich zu meinem Ge­genüber ein absoluter Neu­ling auf diesem Gebiet, gab Herrn Rumme­nigge eine Einwei­sung für ein Interview. Irgendwie war und ist dieser Ge­danke sehr cool. Falls ich es noch nicht er­wähnt haben sollte, Karl-Heinz Rum­menigge ist überaus sym­pathisch. Sehr bodenstän­disch und zuvor­kommend. Er sollte mir das Interview sehr leicht machen. Es ging los. Das Auf­nahme­gerät war an und ich stellte die erste Frage. Ich werde an dieser Stelle nicht allzu sehr ins Detail des Inter­views ge­hen, denn das könnt ihr dem­nächst im Radio hö­ren, aber so viel sei ge­sagt, Karl-Heinz Rumme­nigge war sehr auskunftsfreudig. Wir haben über seine Jugendzeit in Lippstadt gesprochen. Seinen Aufstieg als Fuß­baller bei Borussia Lippstadt und seinen persön­lichen Werde­gang zum Superstar, inklusiver heutiger Ablösesumme.

 

Abschließend bleibt mir nur zu sagen, ich bin nach wie vor geflasht von dem was und wie ich es erlebt habe. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei der Dame im Emp­fangsbereich, bei Frau Grill und ganz besonders bei Karl-Heinz Rummenigge bedanken. Dieser Tag ist und bleibt für mich un­ver­gesslich. Vielen vielen Dank.

 

Um euch einen kleinen Eindruck zu geben, habe ich einige Fotos hoch ge­laden. Ich wünsche euch viel Spaß mit den Bildern und noch mehr Spaß bei der bald erscheinenden Sendung.

 

Herzlichst, euer Markus.

2 Gedanken zu „Mein Tag an der Säbener Straße – Ein Interview mit Karl-Heinz Rummenigge

  • 30. August 2018 um 2:22
    Permalink

    Hallo Herr Kleine,

    können Sie mir vielleicht sagen, von welchem Künstler das Bild ist, vor dem Sie mit Herrn Rummenigge posieren. Mir ist aufgefallen, dass neue, millonenteure Spieler immer stolz vor diesem im Vergleich dazu eher „schäbigen“ Bild präsentiert werden.

    Grüße, Andi

    Antwort
  • 29. März 2018 um 17:18
    Permalink

    Sehr cool geschrieben. Ich bin schon sehr auf die Sendung gespannt. Bitte so schnell wie möglich sende. Bin ein Stammhörer von dir Markus. Bis dato geile Sendungen. Mach weiter so. Viele Grüße ein Fan.

    Antwort

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